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Antifaschist Putin

Zu jW vom 3. November: »Hitler des Tages - Wladimir Putin«
Als Bewunderer der klug-ausgewogenen, informations- und ideenreichen Ukraine-Berichterstattung Reinhard Lauterbachs empfinde ich den Beitrag »Hitler des Tages - Wladimir Putin« in der Ausgabe vom 3. November eher als peinlich.Ist es wirklich Sache einer so standfesten und unersetzlichen Publikation wie unserer jW, Googles tendenziösem Suchbegriff »Putin - Hitler« nachzugehen, um differierende Trefferquoten zu ermitteln? Auch »zwei der einflussreichsten USA-Kommentatoren« sollten nicht als Putins Verleumder Erwähnung finden.
Der russische Präsident erklärte vor seiner jüngsten Serbien-Reise: »In den Jahren des Zweiten Weltkriegs sind auf dem Territorium des ehemaligen Jugoslawien mehr als 31.000 Soldaten und Offiziere der Roten Armee gefallen, verwundet worden oder verschollen. Etwa 6.000 Sowjetbürger kämpften in den Reihen der Volksbefreiungsarmee gegen die Besatzer. [...] Ihre Heldentaten haben den gemeinsamen Sieg über den Nazismus näher gebracht. Wir sind unseren serbischen Freunden sehr dankbar für den fürsorglichen Umgang mit der Erinnerung an die sowjetischen Soldaten.«

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Angesichts solcher Worte sollte man - aus meiner Sicht - von jeglicher Kolportage der Schmähungen des Antifaschisten Putin durch die reaktionären Medien der BRD und verleumderische »Pulitzer-Preisträger aus den USA« absehen.
Klaus Steiniger, Berlin


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Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2014, Seite 14, Leserbriefe

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