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Festnahme überflüssig

Die polnische Generalstaatsanwaltschaft wird den Filmregisseur Roman Polanski (81) erst einmal nicht festnehmen, um ihn an die USA auszuliefern. Unter Berufung auf Ermittlungen wegen eines lange zurückliegenden Sexualdelikts hatten die US-Behörden um Polanskis Überstellung gebeten. »Ja, die amerikanische Staatsanwaltschaft ist ausgesprochen entschlossen«, sagte der stellvertretende polnische Außenminister Rafal Trzaskowski am Donnerstag abend im Sender TVN 24. Das Sexualdelikt gelte in Polen jedoch als verjährt. Zudem habe das amerikanische Hilfeersuchen »Formfehler« und müsse deshalb neu gestellt werden. »Wir können jemanden ausliefern, wenn das Verbrechen auch in Polen weiter verfolgt wird, und das ist nicht der Fall.« Ein Sprecher der polnischen Generalstaatsanwaltschaft erklärte, Polanski habe sich bei der Einreise zu dem Antrag geäußert und seine Kontaktdaten hinterlegt. Deshalb sei eine Festnahme »überflüssig«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2014, Seite 10, Feuilleton

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