-
01.11.2014
- → Feuilleton
Festnahme überflüssig
Die polnische Generalstaatsanwaltschaft wird den Filmregisseur Roman Polanski (81) erst einmal nicht festnehmen, um ihn an die USA auszuliefern. Unter Berufung auf Ermittlungen wegen eines lange zurückliegenden Sexualdelikts hatten die US-Behörden um Polanskis Überstellung gebeten. »Ja, die amerikanische Staatsanwaltschaft ist ausgesprochen entschlossen«, sagte der stellvertretende polnische Außenminister Rafal Trzaskowski am Donnerstag abend im Sender TVN 24. Das Sexualdelikt gelte in Polen jedoch als verjährt. Zudem habe das amerikanische Hilfeersuchen »Formfehler« und müsse deshalb neu gestellt werden. »Wir können jemanden ausliefern, wenn das Verbrechen auch in Polen weiter verfolgt wird, und das ist nicht der Fall.« Ein Sprecher der polnischen Generalstaatsanwaltschaft erklärte, Polanski habe sich bei der Einreise zu dem Antrag geäußert und seine Kontaktdaten hinterlegt. Deshalb sei eine Festnahme »überflüssig«. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!