Zum Inhalt der Seite

Tanzen gegen CO2

Gegen die Erderwärmung hilf nur noch tanzen. Das haben Tausende Aktivisten am Wochenende in Berlin und rund um die Welt nachdrücklich bewiesen. Am besten helfen Wiener Walzer, Rumba, Regentänze der nordamerikanischen Sioux (wegen des kühlen Regens) und Tänze der Inuit. In New York wurde die Tanzparade von Ex-Vize Al Gore und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon angeführt, einem Landsmann des koreanischen Rappers PSY (»Gangnam Style Dance«).

Volkshochschulen haben reagiert und bieten ab Herbst Tanzkurse gegen Klimaerwärmung an, die mit der »goldenen Tanznadel« abgeschlossen werden können. Es folgt ein Tanzturnier gegen CO2 im Rahmen von »Let’s dance« bei RTL. Der Gewinner geht zur ZDF-»Küchenschlacht« und anschließend zur Talkrunde mit Markus Lanz, um über die neuen Erfahrungen zu sprechen.
Anzeige


Neben Lachyoga gegen den Welthunger, der anverwandten Transzendentalen Meditation gegen Waffenhandel und der Familienaufstellung (nach Bert Hellinger) gegen alle anderen Unpäßlichkeiten, ist Tanzen gegen Erderwärmung die erwiesen wirksamste Methode zur nachhaltigen Rettung der Erde. Ab Donnerstag bietet Aldi Nord in diesem Zusammenhang »Beten mit Margot Käßmann und den Taliban«. Über weitere entschlossene Schritte zu Rettung der Welt will die UN-Vollversammlung später entscheiden.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.09.2014, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!