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Portugal ermittelt gegen Oligarchen

Lissabon. Die Finanzschwierigkeiten der portugiesischen Oligarchenfamilie Espirito Santo beschäftigen nun auch die Strafverfolger. Die Staatsanwaltschaft gab am Freitag Ermittlungen bekannt. Geprüft würden mögliche strafbare Handlungen. Die Familie kontrolliert ein ganzes Firmengeflecht, zu dem auch Portugals größtes börsennotiertes Geldhaus, Banco Espirito Santo (BES), gehört. Die Finanzprobleme traten bei der Familienholding Rioforte auf, die in dieser Woche Portugal Telecom (PT) eine Zahlung von 847 Millionen Euro schuldig blieb.

Auf PT kommt eine Klage von Investoren zu. Diese werfen dem Unternehmen vor, sie nicht ausreichend über Schuldenrisiken informiert zu haben. Sie kritisieren den Kauf der Rioforte-Schuldtitel als selbstmörderisch.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.07.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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