Zum Inhalt der Seite

Bundesbank fürchtet weitere US-Strafen

Berlin. Die Strafzahlungen europäischer Banken in den USA beunruhigen die Bundesbank. »Die Sanktionierung europäischer Banken durch die USA ist für die Finanzinstitute eine erhebliche Belastung«, sagte Bundesbankvorstand Andreas Dombret dem Spiegel. »Wir beobachten das sehr aufmerksam.« Hintergrund ist der Fall der französischen BNP Paribas. Sie muß in einem Vergleich umgerechnet 6,4 Milliarden Euro zahlen, weil sie US-amerikanische Sanktionen gegen den Iran, den Sudan und andere Länder ignoriert habe. Auch die Commerzbank und die Deutsche Bank stehen demnach im Visier der US-Behörden. Insidern zufolge drohe der Commerzbank eine Geldbuße von umgerechnet 450 bis 600 Millionen Euro. Bei der Deutschen Bank soll es laut Spiegel um eine Strafe von bis zu 600 Millionen Euro gehen.

(Reuters/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 14.07.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!