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Ukraine: Kein Frieden in Sicht

Kiew. In der Ukraine ist weiter kein Ende der Kämpfe absehbar. Der Verteidigungsminister des Kiewer Regimes, Waleri Geletej, lehnte eine erneute Feuerpause ab. Gespräche mit den »Separatisten« könnten erst aufgenommen werden, wenn diese ihre Waffen niedergelegt hätten, erklärte er am Dienstag. Die Aufständischen machten ihrerseits deutlich, daß sie ihren Widerstand auch nach der Eroberung der Städte Slowjansk und Kramatorsk durch die Kiewer Truppen fortsetzen wollen. Der Rückzug habe es ermöglicht, die Kräfte zu bündeln, sagte der Regierungschef der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Alexander Borodai. Man werde sich nun neu formieren und in die Offensive gehen.

Unterdessen knüpfte die EU ihre künftige Unterstützung für das Kiewer Regime an Bedingungen. »Jede weitere Finanzhilfe wird von den laufenden Reformanstrengungen abhängig sein«, sagte der zuständige EU-Kommissar Stefan Füle am Dienstag in Brüssel bei einer Koordinierungskonferenz internationaler Geldgeber. »Wir ermutigen die Regierung, weitere Schritte zur Verfassungsreform, zur Dezentralisierung und zur Reform des Justizsystems zu unternehmen.« (Reuters/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2014, Seite 1, Ausland

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