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Anno ... 27. Woche

1849, 1.–23. Juli: Preußisches Militär belagert die Festung Rastatt. Zum Schutz der Reichsverfassung erhob sich im Mai das deutsche revolutionäre Bürgertum. Nach einem Soldatenaufstand griff die Bewegung auch im Großherzogtum Baden um sich. Eine provisorische Regierung von gemäßigten Liberalen ließ jedoch den feudalen Staatsapparat existieren. Der handelte bald im Sinne der Feudalherren. Nach drei Wochen preußischer Belagerung, am 23.7., werden die aufständischen Revolutionäre zur bedingungslosen Kapitulation gezwungen. Viele von ihnen sterben im nachfolgenden Wüten der preußischen Soldateska.

1934, 30. Juni: Auf Befehl Hitlers, Görings und Himmlers verhaftet die SS schlagartig maßgebliche SA-Führer, Reichswehroffiziere und Politiker des rechtsbürgerlichen Lagers wegen eines angeblichen »Putschversuchs« gegen die Regierung. Über 1000 Verhaftete werden erschossen. Das als »Röhm-Putsch« in die Geschichte eingegangene Massaker führt zur Festigung des Naziregimes und zur Überbrückung bestehender Differenzen zwischen Hitler und Reichswehrführung.
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1944, 1.–21. Juli: 44 UN-Mitgliedsstaaten treffen sich in Bretton Woods (USA) zu einer Währungs- und Finanzkonferenz. Auf ihr wird die Gründung einer Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Weltbank) zur Gewährung langfristiger Kredite und die Einrichtung des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Stabilisierung der Währungskurse beschlossen. Beides sind Instrumente der führenden kapitalistischen Staaten, andere Länder ökonomisch auszubeuten und politisch zu dirigieren.

1959, 1. Juli: In Westberlin wählt die Bundesversammlung den bisherigen Bundeslandwirtschaftsminister Heinrich Lübke (CDU) zum neuen Bundespräsidenten. Das ist wegen der Neutralität der Stadt eine Provokation gegenüber den Warschauer Vertragsstaaten. Die westdeutschen Eliten beweisen damit einmal mehr ihre Kontinuität mit dem Nazifaschismus: Lübke war maßgeblich am Bau von Konzentrationslagern beteiligt.
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.06.2014, Seite 15, Geschichte

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