-
05.06.2014
- → Feuilleton
Geisterrufer
Unter dem Titel »Kommt, Geister« hält Bestsellerautor Daniel Kehlmann (»Die Vermessung der Welt«) in diesem Sommer die Poetik-Vorlesungen in Frankfurt am Main. In seiner Antrittsvorlesung am Dienstag abend verquickte er die Filme von Peter Alexander mit Texten von Ingeborg Bachmann und den Auschwitz-Prozessen.
Selbst aus den übelsten Unterhaltungsfilmen der 50er und 60er Jahre starre einen die Fratze des Wahnsinns an, sagte der Autor (39). »Mühsam Ausgesperrtes wird plötzlich sichtbar – als erschienen Geister aus leerer Luft. Vergessen ist eine anstrengende Übung. Verdrängung ist harte Arbeit.« Kehlmann spricht noch bis in den Juli hinein einmal pro Woche an der Frankfurter Goethe-Universität. Die Stiftungsgastprofessur wurde 1959 begründet. (dpa/jW)
Selbst aus den übelsten Unterhaltungsfilmen der 50er und 60er Jahre starre einen die Fratze des Wahnsinns an, sagte der Autor (39). »Mühsam Ausgesperrtes wird plötzlich sichtbar – als erschienen Geister aus leerer Luft. Vergessen ist eine anstrengende Übung. Verdrängung ist harte Arbeit.« Kehlmann spricht noch bis in den Juli hinein einmal pro Woche an der Frankfurter Goethe-Universität. Die Stiftungsgastprofessur wurde 1959 begründet. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton