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02.12.2013
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Waffenstillstand in Mali aufgekündigt
Bamako. Zwei Wochen vor dem zweiten Durchgang der Parlamentswahl in Mali hat die Tuareg-Rebellenorganisation MNLA das Waffenstillstandsabkommen mit der Regierung aufgekündigt. Damit ist die angestrebte politische Aussöhnung gefährdet. Die UN-Truppen in Mali nähmen diesen Schritt der Separatisten im Norden des Landes sehr ernst, sagte ein Sprecher der Vereinten Nationen am Freitag abend in Bamako. Der MNLA-Sprecher in Paris, Moussa Ag Assarid, sagte der Nachrichtenagentur dpa, das Waffenruheabkommen vom Juni sei angesichts jüngster Ereignisse nicht mehr gültig. In den vergangenen Tagen war es mehrfach zu Kämpfen zwischen den Tuareg und malischen Truppen gekommen. Am Donnerstag waren drei Rebellen getötet worden. Die MNLA beherrscht auch nach der wesentlich von französischen Truppen getragenen Militäroffensive gegen Islamisten und Separatisten noch weite Teile im Norden, darunter die Stadt Kidal. Bei der Wahl waren auch ehemalige MNLA-Rebellen angetreten; im Raum Kidal gewannen zwei von ihnen sogar bereits im ersten Wahlgang einen Sitz – allerdings auf der Liste der Präsidentenpartei RPM. (dpa/jW)
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