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Streit zwischen EU und Cameron

London. Der Streit zwischen Großbritanniens Premierminister David Cameron und der EU-Kommission über die Freizügigkeit von Arbeitnehmern in Europa geht weiter. Cameron nutzte ein Abendessen der Staats- und Regierungschefs der EU und sechs weiterer Länder in Vilnius (Litauen), um sich bei Kommissionspräsident José Manuel Barroso über Sozialkommissar László Andor zu beschweren. Der Ungar hatte Camerons Pläne, die Arbeitnehmerfreizügigkeit einengen zu wollen, scharf kritisiert. EU-Justizkommissarin Viviane Reding legte den Briten nahe, über ihren Verbleib in der Europäischen Union nachzudenken. Cameron hatte in einem Gastbeitrag für die Financial Times erklärt, Großbritannien wolle Zuwanderern aus EU-Ländern künftig in den ersten drei Monaten keine Arbeitslosenunterstützung mehr zahlen. Bettler und Obdachlose sollten »entfernt« werden, schrieb Cameron. Seine Pläne sehen auch Kürzungen beim Wohngeld für EU-Ausländer vor.(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2013, Seite 7, Ausland

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