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11.11.2013
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30 Jahre für Wiederaufbau
Hilfsorganisationen gehen von der Faustregel aus, daß ein Land pro Kriegsjahr etwa sieben Jahre braucht, um sich von den Folgen zu erholen. Sehe man aber nach Jugoslawien oder in den Irak, müsse man mit einem Zeitraum von mindestens zehn Jahren rechnen, meinte der Leiter der Hilfsorganisation »Mercy Corps« gegenüber der Agentur IPS.
Während die produktive Arbeit in Syrien dramatisch gesunken ist, blühen der Schwarzhandel und die Kriegswirtschaft. Die Folgen des Krieges in Syrien als auch das Chaos, das der »arabische Frühling« in den östlichen und südlichen Mittelmeerstaaten hinterlassen hat, haben dem Schmuggel mit Waffen, Kämpfern und Flüchtlingen eindrucksvolle Wachstumsraten beschert.
Die UN-Wirtschaftsorganisation für Westasien, zuständig für die Arabische Halbinsel, Ägypten, Sudan, Libyen, Tunesien und Marokko, hat derweil eine »Nationale Agenda für die Zukunft Syriens« ausgearbeitet. Unter dem Vorsitz des früheren syrischen Ministerpräsidenten für Wirtschaft, Abdullah Dardari, trafen sich kürzlich mehr als 150 Ökonomen aus Syrien in Beirut, um über die Folgen des Krieges und den Wiederaufbau zu beraten. Erstmals nahmen mit Beamten der mittleren Ebene auch offizielle syrische Regierungsvertreter an dem Treffen teil. Mit Haitham Manna, Aref Dahlila und Hussein Udad waren auch Vertreter der Opposition eingeladen.
(kl)
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