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Tunesien: Präsident zögert mit Rücktritt

Tunis. Angesichts der politischen Krise in Tunesien hat Ministerpräsident Ali Laarayedh seine Bereitschaft zum Amtsverzicht bekräftigt, aber keinen konkreten Zeitpunkt genannt. Die Regierung sei auf der Grundlage des vereinbarten politischen Fahrplans grundsätzlich bereit zurückzutreten, um die Krise im Land zu beenden, sagte Laara­yedh am späten Mittwoch in einer mit Spannung erwarteten Rede. Die Opposition reagierte enttäuscht. Ein zu Monatsbeginn ausgehandelter Fahrplan zur Konfliktlösung hatte vorgesehen, daß Laarayedh sein Amt binnen drei Wochen niederlegen werde. Neue Gespräche zwischen der Opposition und der islamistischen Regierung, die am Mittwoch beginnen sollten, wurden auf Freitag verschoben. Bei dem sogenannten Nationalen Dialog sollen von Larayedh »weitere Erklärungen« verlangt werden, teilte der Generalsekretär des mächtigen Gewerkschaftsverbands UGTT, Houcine Abassi, mit. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.10.2013, Seite 6, Ausland

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