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Netanjahu hetzt gegen Irans Präsidenten

Tel Aviv. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat dem neuen iranischen Präsidenten Hassan Rohani vorgeworfen, er täusche im Atomkonflikt die Weltöffentlichkeit. »Man darf sich nicht von den betrügerischen Worten des iranischen Präsidenten hinters Licht führen lassen. Er verdreht alles, damit sich die Zentrifugen (für die Urananreicherung) weiter drehen können«, behauptete Netanjahu am späten Donnerstag abend. Er warf Rohani weiterhin vor, er leugne wie dessen Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad den Holocaust.

Netanjahu reagierte auf ein TV-Interview, in dem Rohani beteuert hatte, sein Land werde niemals den Besitz von Atombomben anstreben. Das Atomprogramm diene nur friedlichen Zwecken. Die neue iranische Führung hatte sich Anfang des Monats von der Leugnung des Holocausts distanziert. »Wir verurteilen den Holocaust und das Massaker an Juden durch die Nazis«, sagte der neue Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.09.2013, Seite 1, Ausland

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