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19.08.2013
- → Inland
Polizisten zerreißen Buchenwald-Schwur
Erfurt. Rund 300 Gewerkschafter, Landes- und Kommunalpolitiker sowie überwiegend junge Menschen haben am Samstag in Erfurt gegen eine geplante NPD-Aktion protestiert, wie die Thüringer Allgemeine (TA) in ihrer Onlineausgabe berichtete. An Demonstration und Blockaden gegen die etwa 20 Neonazis nahmen unter anderem Bodo Ramelow, Chef der Linksfraktion im Erfurter Landtag, und die DGB-Landesvorsitzende Renate Licht teil.
Laut TA kam es während der Demo »kurzzeitig zu einem Handgemenge zwischen Polizei und Gegendemonstranten«. Demgegenüber berichtete die »antifaschistische koordination erfurt« (ake), die Landesvorsitzenden der NPD Thüringen, Patrick Wieschke und Tobias Kammler, seien plötzlich in das große Transparent der Gegendemonstranten gerannt, hätten daran gerissen und versucht, gewaltsam an einen Lautsprecher der Demonstranten zu gelangen. Das Transparent war mit einem Satz des antifaschistischen Schwurs der Buchenwald-Häftlinge von 1945 beschriftet. ake-Sprecherin Ulli Klein berichtete, die Polizei habe gegen die Attacke der Neonazis nichts unternommen. Vielmehr hätten Beamte anschließend das Transparent selbst zerstört. Während der Blockaden sei es zudem mehrfach zu Übergriffen von Beamten auf Antifaschisten gekommen. (jW)
Laut TA kam es während der Demo »kurzzeitig zu einem Handgemenge zwischen Polizei und Gegendemonstranten«. Demgegenüber berichtete die »antifaschistische koordination erfurt« (ake), die Landesvorsitzenden der NPD Thüringen, Patrick Wieschke und Tobias Kammler, seien plötzlich in das große Transparent der Gegendemonstranten gerannt, hätten daran gerissen und versucht, gewaltsam an einen Lautsprecher der Demonstranten zu gelangen. Das Transparent war mit einem Satz des antifaschistischen Schwurs der Buchenwald-Häftlinge von 1945 beschriftet. ake-Sprecherin Ulli Klein berichtete, die Polizei habe gegen die Attacke der Neonazis nichts unternommen. Vielmehr hätten Beamte anschließend das Transparent selbst zerstört. Während der Blockaden sei es zudem mehrfach zu Übergriffen von Beamten auf Antifaschisten gekommen. (jW)
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