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17.08.2013
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Mißbrauchsopfer: Streit um Fonds
Berlin. Mißbrauchsopfer warten weiter auf Entschädigung. Die Finanzierung des von Bund und Ländern zu leistenden Opferfonds über 100 Millionen Euro ist noch immer ungeklärt. Bislang hat nur Mecklenburg-Vorpommern verbindlich zugesagt, seinen Anteil zu zahlen. Das teilte das Bundesfamilienministerium am Donnerstag mit. Die Länder sind mit der Fonds-Lösung für Opfer im familiären Bereich nicht zufrieden und regen hingegen die Einrichtung einer Stiftung an. Der Mißbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, drängt die Länder zur Eile und beanstandet, daß es noch keine Einigung mit den kommunalen Einrichtungen wie Kirchen, Wohlfahrtsverbänden oder dem Deutschen Olympischen Sportbund gäbe. Deren Betroffene seien, wie auch Opfer von anderen Tätern, außen vor. »Nach wie vor besteht eine aus meiner Sicht unzumutbare Intransparenz«, kritisiert Rörig. Bis heute hätten diese Betroffenengruppen keinerlei Sicherheit, ob der Fonds überhaupt kommen würde.
(dpa/jW)
(dpa/jW)
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