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Malaysia: Ärger wegen Misswahl

Kuala Lumpur. Vier muslimische Teilnehmerinnen eines Schönheitswettbewerbs in Malaysia haben Ärger mit der dortigen Religionsbehörde. Gegen die jungen Frauen werde wegen Beleidigung des Islam ermittelt, sagte ein Beamter der Behörde für Religionsangelegenheiten am Donnerstag. Rund 60 Prozent der Malaysier sind Muslime, für sie gilt die islamische Rechtsprechung. Die Frauen waren bereits in der Endrunde für die Krone der »Miss World Malaysia«. Die Veranstalter disqualifizierten sie aber am Wochenende, weil ein islamischer Gelehrter auf eine »Fatwa« hinwies, die Musliminnen die Teilnahme an Schönheitswettbewerben verbiete. Das hatten die Frauen kritisiert. »Wir ermitteln gegen sie, weil sie den Rechtsspruch kritisiert haben, was gleichbedeutend mit einer Beleidigung des Islam ist«, sagte der Beamte. Er bestand darauf, daß sein Name nicht veröffentlicht wird. Den Frauen drohen bei einem Schuldspruch zwei Jahre Haft und eine Geldstrafe.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2013, Seite 15, Feminismus

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