Fußballerinnen und Funktionärinnen rebellieren mit neuem Verband gegen den großen DFB mit seinen alten Granden. Zu Recht. Nur, die »Revolution« im Fußballsport zielt auf eine weitere Durchkapitalisierung und Kommerzialisierung. Neu ist das nicht, »revolutionär« schon gar nicht.
In Frankfurt (Oder) regt sich ein Traditionsklub, den viele längst abgeschrieben hatten. Gelb und Rot kehren zurück – auf den Zäunen, in den Kurven und im Selbstverständnis einer Stadt, die den FC Vorwärts wieder spürt.
Der TSV 1860 München ist nach dem Investorenschock mit neuer Struktur und neuer Mannschaft in die Regionalliga Bayern gestartet. Die Fans tragen den Verein mit Rekordzahlen und frischem Selbstbewusstsein.
Mit seiner neuen Stadionverbotsrichtlinie macht sich der DFB weiter zum Erfüllungsgehilfen von Polizei und Politik. Das ist fatal, denn Fanrechte bleiben weiter auf der Strecke. Schlimmer noch: Die aktiven Kurven geraten noch stärker ins Visier.
Aktive Fans geraten längst auch abseits der Profiligen ins Visier von Behörden und Vereinsstrafen. Und doch hält Niklas Ernst dagegen: »Die Stadien sind sicher« – weshalb Fanhilfen im unterklassigen Fußball unverzichtbar bleiben.
Es ist eine Berliner Fußballbiographie um Leonard Diederich – ohne Hochglanz, ohne Starschnitte, ohne Blitzlicht. Ein Interviewporträt vom Bolzplatz über die Offene Liga bis hinein in den Verbandsbetrieb der Freizeitliga.
Marokkos Ultras gehören zu den wenigen Stimmen, die die sozialen Widersprüche des Königreichs offen benennen – von korrupten Eliten über die WM-Prestigeprojekte bis zur Verzweiflung einer Jugend, die massenhaft nach Ceuta flieht. Aber: Kritik am König bleibt tabu.
Die Repression gegen Fußballfans wirkt wie eine Kette von Ausnahmen, folgt aber einer durchgehenden Logik des staatlichen Vorfeldzugriffs. Wer das begreift, erkennt im Stadion nur die sichtbarste Bühne einer Herrschaft, die überall dieselben Mittel einsetzt.
Internationale Investoren übernehmen Traditionsvereine, versprechen Aufstieg – und hinterlassen oft Schulden und Scherben. Österreichs Fußball zeigte bereits mehrmals, wie schnell Kapitalträume in Insolvenzen enden. Künftig auch in Innsbruck und Bregenz?