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20.07.2013
- → Ausland
Marsch in Belfast erneut verboten
Belfast. Eine Woche nach dem Teilverbot eines vom ultrakonservativen Oranier Orden durchgeführten Marsches in Belfast, ist eine Ersatzveranstaltung für diesen Sonnabend untersagt worden. Eine Kommission, die über die mehr als eintausend jährlich stattfindenden Umzüge in Nordirland entscheidet, wies ein entsprechendes Ersuchen zurück.
Ein erster Marsch am 12. Juli war teilweise verboten worden. Die Ordensmänner wollten gleich zweimal das mehrheitlich von Iren bewohnte Viertel Ardoyne in Nordbelfast durchqueren; dies wurde ihnen von der Kommission jedoch nur einmal gestattet. Die Bewohner von Ardoyne lehnen derlei Märsche ab und protestierten friedlich gegen das Spektakel. Die probritischen Unionisten reagierten ihrerseits mit Gewalt auf das Teilverbot. Fünf Nächte in Folge lieferten sie sich Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften (jW berichtete). (fo)
Ein erster Marsch am 12. Juli war teilweise verboten worden. Die Ordensmänner wollten gleich zweimal das mehrheitlich von Iren bewohnte Viertel Ardoyne in Nordbelfast durchqueren; dies wurde ihnen von der Kommission jedoch nur einmal gestattet. Die Bewohner von Ardoyne lehnen derlei Märsche ab und protestierten friedlich gegen das Spektakel. Die probritischen Unionisten reagierten ihrerseits mit Gewalt auf das Teilverbot. Fünf Nächte in Folge lieferten sie sich Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften (jW berichtete). (fo)
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