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Irritation durch Brücke

Die indische Regisseurin Mira Nair ist in München mit dem Friedenspreis des Deutschen Films geehrt worden. Ihr Film »The Reluctant Fundamentalist« präsentiere einen »jungen Mann auf dem Weg vom erfolgshungrigen Wall-Street-Banker zum Fundamentalisten wider Willen«, erklärte die Jury, schlage damit eine irritierende Brücke zwischen angloamerikanischen Marktgesetzen und koranmißbrauchendem Fundamentalismus. Hauptfigur ist ein Pakistaner, der nach 9/11 aus New York in seine Heimat zurückkehrt. Viele Filme hätten den Antiterrorkampf der US-Soldaten gezeigt, erklärte Nair in ihrer Dankesrede. »Aber man sieht nie, auf welche Menschen diese Bomben niederfallen. Man erfährt nicht, was im Namen von Freiheit und Demokratie zerstört wird.« (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.07.2013, Seite 13, Feuilleton

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