Zum Inhalt der Seite

Scheiße in Dosen

Piero Manzoni (1933–1963) schuf »unfarbige« (weiße) Bilder, füllte Luftballons mit »Künstleratem« und bot Ausstellungsbesuchern signierte Eier zum »Kunstverzehr« an. 1961 füllte er »Künstlerscheiße« in Dosen und verkaufte sie zum damaligen Goldpreis. Heute gilt er als einflußreichster Künstler der italienischen Nachkriegszeit. Am 13. Juli wäre Manzoni 80 Jahre alt geworden. Das Frankfurter Städel-Museum widmet ihm die erste Retrospektive außerhalb Italiens seit mehr als 20 Jahren. »Piero Manzoni. Als Körper Kunst wurden« zeigt bis 22. September Arbeiten aus allen Perioden, auch die Behälter mit der Aufschrift »Merda d’artista«, deren Inhalt bis heute ein Geheimnis ist. Sie werden auf Auktionen noch immer für Beträge über 100000 Euro gehandelt. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 27.06.2013, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!