-
08.06.2013
- → Feuilleton
Zehn Milliarden zu wenig
Wenn die Reichen-Liste des US-Wirtschaftsmagazins Forbes alljährlich die wohlhabendsten Menschen der Welt auflistet, versuchen viele, ihr tatsächliches Vermögen kleinzureden. Nicht so der saudische Prinz Alwalid bin Talal. Laut der britischen Zeitung Guardian klagt er vor einem Londoner Gericht gegen das Magazin wegen »Geringschätzung«. Sein Vermögen sei in Wahrheit um fast zehn Milliarden US-Dollar größer als die von von Forbes geschätzten 20 Milliarden Dollar (rund 15 Milliarden Euro). Der Saudi-Prinz, hält die Unterbewertung von Forbes laut Guardian für Absicht. Sie entspringe einer grundsätzlichen Parteilichkeit gegen saudiarabische Geschäftsleute. Forbes hingegen will bei seiner Darstellung bleiben. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton
