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Schweiz taktiert beim Steuerstreit

Zürich. Im seit Jahren schwelenden Steuerstreit mit den USA windet sich die Schweiz und versucht, ihr sogenanntes Bankgeheimnis zu bewahren. Dafür will Bern jetzt den US-Amerikanern einen Schritt entgegengekommen. Ein am Mittwoch veröffentlichter Gesetzentwurf sieht vor, daß die Geldinstitute des Alpenlandes den US-Behörden Bank- und Mitarbeiterdaten zur Verfügung stellen. Die Namen mutmaßlicher US-Steuersünder sollen nicht übergeben werden.

Das US-Justizministerium und die Steuerbehörde IRS werfen Schweizer Banken vor, reichen Amerikanern jahrelang bei der Hinterziehung von Steuern geholfen zu haben und verstärkten in den zurückliegenden Jahren systematisch den Druck auf das Land und seine Bankmanager. Insidern zufolge fordern sie Geldbußen, die sich auf mehrere Milliarden Dollar belaufen dürften. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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