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Mehr Nazis im ­Justizministerium

Berlin. Im Bundesjustizministerium haben nach Erkenntnissen von Forschern bis in die 60er Jahre mehr ehemalige Faschisten gearbeitet als angenommen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel über die Bilanz einer unabhängigen Historikerkommission. 1950 waren demnach 47 Prozent aller leitenden Beamten im Ministerium ehemalige Parteigänger der Nationalsozialisten, 1959 waren es immer noch 45 Prozent.

Die Annahme, daß sich ihre Zahl mit den Jahren verringert habe, habe der Prüfung durch die Wissenschaftler nicht standgehalten: 1966 waren demnach 60 Prozent der Abteilungsleiter und 66 Prozent der Unterabteilungsleiter ehemalige Mitglieder der NSDAP.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2013, Seite 4, Inland

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