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Eskalation in Guantánamo

Washington. Nach wochenlangen wachsenden Spannungen im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba ist es am Samstag zu einer Eskalation gekommen. US-Wärter setzten nach Medienberichten Gummigeschosse gegen Häftlinge ein, die sich gegen eine Verlegung aus einer Gruppenunterkunft in Einzelzellen wehrten. Auf beiden Seiten habe es nur leichte Verletzungen gegeben, zitierte der Sender CNN einen Militärsprecher in Guantánamo Bay.

Dort werden zur Zeit noch 166 »Terrorverdächtige« festgehalten. US-Präsident Barack Obama hatte nach seinem Amtsantritt 2009 eine Schließung binnen eines Jahres angekündigt, war aber an massivem Widerstand im Kongreß gegen eine Verlegung der Gefangenen in die USA gescheitert. Im Februar hatte im Lager eine Welle von Hungerstreiks begonnen. Nach US-Angaben verweigern gegenwärtig mehr als 40 Häftlinge die Nahrungsaufnahme und werden zum Teil zwangsernährt. Anwälten von Gefangenen zufolge ist die Zahl der Hungerstreikenden weitaus höher. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2013, Seite 1, Ausland

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