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Israel: Unruhen nach Tod von Häftling

Tel Aviv. Der Tod eines palästinensischen Häftlings in einem israelischen Krankenhaus hat Unruhen in mehreren Gefängnissen ausgelöst. Das ehemalige Mitglied der palästinensischen Sicherheitskräfte starb im Soroka-Krankenhaus in Beerscheva an Krebs, wie Radio Israel am Dienstag berichtete. Die Palästinenserführung warf Israel vor, die medizinische Behandlung des Mittsechzigers vernachlässigt zu haben. Issa Qarage, palästinensischer Minister für die Angelegenheiten von Gefangenen, forderte eine internationale Untersuchung.

Israel hatte den aus Hebron im Westjordanland stammenden Mann 2002 festgenommen und wegen versuchten Mordes an Israelis zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Krebserkrankung war vor zwei Monaten diagnostiziert worden. Nach israelischen Angaben bekam er eine Chemotherapie. Es war bereits das zweite Mal binnen zwei Monaten, daß ein Palästinenser in israelischer Haft starb. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.04.2013, Seite 1, Ausland

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