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Entspannung um Erdölstadt Kirkuk

Bagdad. Die drohende militärische Konfrontation zwischen Truppen der irakischen Zentralregierung und Peshmerga der kurdischen Regionalregierung im Nordirak über die von beiden Seiten beanspruchte Erdölstadt Kirkuk scheint vorerst abgewendet. Auf einem Treffen irakischer und kurdischer Militärs unter Anwesenheit eines Generals der früheren Besatzungsmacht USA wurde zu Wochenbeginn in Bagdad die Einrichtung von Koordinierungsausschüssen zur Vermeidung von Spannungen in dem umstrittenen Gebiet beschlossen. Die in den letzten Tagen um massive Panzereinheiten beider Seiten verstärkte Militärpräsenz rund um Kirkuk soll zurückgefahren werden. Der kurdische Präsident Masud Barsani kündigte die Entsendung einer hochrangigen Delegation zu weiteren Verhandlungen nach Bagdad an. Unterdessen wurden am Dienstag sechs Menschen durch eine Bombenserie unter anderem gegen ein Büro von Barzanis Demokratischer Partei Kurdistan in Kirkuk getötet und Dutzende verletzt. Laut irakischer Verfassung soll über die Angliederung der von Kurden, Arabern und Turkmenen bewohnten Provinz Kirkuk an die kurdische Autonomieregion in einem seit Jahren verschleppten Referendum entschieden werden.
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2012, Seite 6, Ausland

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