Zum Inhalt der Seite

Gefangenenbefreiung im libyschen Bengasi

Tripolis. In der libyschen Stadt Bengasi hat eine Explosion am Mittwoch morgen das Gebäude des Militärgeheimdienstes und umliegende Häuser beschädigt. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Der mutmaßliche Bombenanschlag passierte nur wenige Stunden, nachdem der islamistische Extremist Salem Al-Obeidi in Bengasi von Bewaffneten aus dem Kowaifijah-Gefängnis befreit worden war. Al-Obeidi steht unter Verdacht, den früheren Rebellenchef Abdel Fattah Junis im Juli 2011 ermordet zu haben. Junis diente Libyens langjährigem Staatschef Muammar Al-Ghaddafi einst als Innenminister und Sicherheitschef. Kurz nach Beginn des NATO-Krieges gegen Libyen war Junis im vergangenen Jahr zu den Ghaddafi-Gegnern übergelaufen. (dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2012, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!