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Tod von Trayvon Martin »vermeidbar«

Miami. Die Tötung des schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin in Florida durch das Mitglied einer Bürgerwehr war einem Polizeibericht zufolge »letztlich vermeidbar«. Es gebe keinen Hinweis darauf, daß der 17jährige zur Zeit des Vorfalls am Abend des 26. Februar in irgendeine kriminelle Handlung verwickelt war, hieß es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Wäre der Schütze George Zimmerman in seinem Fahrzeug geblieben und hätte auf die Polizei gewartet, hätte der Vorfall vermieden werden können. Die Tötung des unbewaffneten Jugendlichen führte in den USA zu einer heftigen Debatte über laxe Waffengesetze und Rassismus im Justizsystem. Die Polizei hatte Zimmerman nach einer vorübergehenden Festnahme zunächst wieder laufen gelassen.

Sie berief sich dabei auf ein Gesetz, das den Bürgern in Florida das Recht zu schießen gibt, wenn sie sich ernsthaft bedroht fühlen. Nach heftigen Protesten nahm die Justiz Zimmerman schließlich wieder fest. Die Staatsanwaltschaft erhob am 11. April Anklage wegen Totschlags, die Anklageschrift soll am 29. Mai öffentlich verlesen werden. Der derzeitige Aufenthaltsort von Zimmerman, der Morddrohungen erhalten hat, wird geheimgehalten. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.
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(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.05.2012, Seite 7, Ausland

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