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09.05.2012
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Hintergrund: Rotes Kreuz hilft Hunderttausenden
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) geht davon aus, daß von den Kämpfen in Syrien rund 1,5 Millionen Menschen betroffen sind. In einer am Dienstag in Genf veröffentlichten Erklärung bittet die Organisation um Spenden in Höhe von 20 Millionen Euro, um den Betroffenen bis Ende des Jahres Beistand leisten zu können. »Zehntausende Männer, Frauen und Kinder sind noch immer vertrieben«, erklärte IKRK-Präsident Jakob Kellenberg. »Einige wurden in benachbarten Gemeinden aufgenommen, andere fanden Zuflucht in öffentlichen Gebäuden«. Tausende zogen zu Verwandten, die in anderen Städten des Landes leben. Seit Juli 2011 konnte das IKRK zusammen mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond (SARC) rund 350000 Menschen mit Nahrungsmitteln und anderem versorgen. SARC-Freiwillige, Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger leisteten für Kranke und Verwundete medizinische Hilfe. Kellenberger erinnerte daran, daß drei SARC-Mitarbeiter dabei getötet worden waren: zwei Freiwillige und der SARC-Generalsekretär, der in Idlib in seinem deutlich gekennzeichneten Fahrzeug getötet wurde.
In einigen Gegenden Syriens sei es deutlich ruhiger geworden, so Kellenberger. Es gebe keine großen Schlachten mehr, wie Ende Februar in Homs. Dafür gebe es »mehr Guerillaangriffe und Bombenanschläge«. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sprach Kellenberger von zeitweise bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Homs Anfang des Jahres und in Idlib. Das IKRK hat drei Kriterien, um einen Konflikt als »Bürgerkrieg« einzustufen: Intensität und Länge eines Konflikts sowie den Grad der Organisierung bei den Aufständischen.
Vorrang bei der Hilfe des IKRK habe, die Wohnbedingungen der Betroffenen zu verbessern und die Versorgung von Grundbedürfnissen sicherzustellen. Dazu gehörten die Wasserversorgung sowie die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen an bisher 100000 Menschen. Haushaltsgegenstände seien an 25000 Menschen verteilt worden. In den vergangenen zwei Monaten habe das IKRK zusammen mit SARC Betroffene in Idlib, Homs, Hama, Deraa, Aleppo und der Umgebung von Damaskus versorgen können. Es sei »ermutigend, daß unser Dialog sowohl mit der Regierung als auch mit der Opposition Erfolg zeigt«, so Kellenberger. Auch im Libanon und in Jordanien hilft das IKRK syrischen Flüchtlingen. (kl)
In einigen Gegenden Syriens sei es deutlich ruhiger geworden, so Kellenberger. Es gebe keine großen Schlachten mehr, wie Ende Februar in Homs. Dafür gebe es »mehr Guerillaangriffe und Bombenanschläge«. Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sprach Kellenberger von zeitweise bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Homs Anfang des Jahres und in Idlib. Das IKRK hat drei Kriterien, um einen Konflikt als »Bürgerkrieg« einzustufen: Intensität und Länge eines Konflikts sowie den Grad der Organisierung bei den Aufständischen.
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Vorrang bei der Hilfe des IKRK habe, die Wohnbedingungen der Betroffenen zu verbessern und die Versorgung von Grundbedürfnissen sicherzustellen. Dazu gehörten die Wasserversorgung sowie die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen an bisher 100000 Menschen. Haushaltsgegenstände seien an 25000 Menschen verteilt worden. In den vergangenen zwei Monaten habe das IKRK zusammen mit SARC Betroffene in Idlib, Homs, Hama, Deraa, Aleppo und der Umgebung von Damaskus versorgen können. Es sei »ermutigend, daß unser Dialog sowohl mit der Regierung als auch mit der Opposition Erfolg zeigt«, so Kellenberger. Auch im Libanon und in Jordanien hilft das IKRK syrischen Flüchtlingen. (kl)
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