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Fiasko mit Schulmilch

Ankara. In der Türkei hat eine PR-Offensive der islamisch-konservativen AKP-Regierung zu einem Fiasko geführt. Weit über 1000 Kinder wurden am Mittwoch nach dem Verteilen kostenloser Schulmilch mit Vergiftungserscheinungen in Krankenhäuser gebracht. Das Projekt der Regierung sollte ein Beitrag zur gesunden Ernährung für sieben Millionen Schüler sein. Warum die Kinder die Milch nicht vertrugen, blieb zunächst ungeklärt. Die Schüler hätten wohl eine Milchallergie gehabt, meinte Bildungsminister Ömer Dincer, obwohl allein im mittelanatolischen Sivas 600 Schüler ins Krankenhaus gebracht wurden. Auch der Vorsitzende des Verbandes der Milchproduzenten und frühere AKP-Abgeordnete Ali Koyuncu wies Vergiftungsvorwürfe zurück. Oppositionsabgeordnete vermuten dagegen, der Regierungspartei nahestehende Firmen hätten Aufträge zur Milchlieferung erhalten, ohne über die dafür notwendigen Möglichkeiten zur Konservierung zu verfügen
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2012, Seite 6, Ausland

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