-
14.04.2012
- → Ausland
Schwangere aus »Babyfabrik« befreit
Lagos. Die Polizei in Nigeria hat mehrere schwangere Mädchen aus einem Waisenheim gerettet, das offenbar als »Babyfabrik« arbeitete. Die Mädchen in der Einrichtung seien zur Schwangerschaft gedrängt und ihre Babys dann für illegale Rituale verkauft worden, berichtete ein Polizeisprecher am Freitag im Bundesstaat Akwa Ibom im Süden des Landes. Der Chef des Waisenhauses, seine Frau und ein Komplize seien festgenommen worden. »Die Verdächtigen drängten die Mädchen zur Schwangerschaft, indem sie ihnen 70000 Naira (340 Euro) versprachen«, berichtete der Polizeisprecher. »Wenn die Babys geboren waren, wurden sie für das Abhalten von Ritualen verkauft.«
Kinderhandel ist in Westafrika weit verbreitet, oft werden die Kinder ihren mittellosen Eltern abgekauft und dann als Arbeitssklaven in Plantagen, Bergwerke und Fabriken geschickt. (AFP/jW)
Kinderhandel ist in Westafrika weit verbreitet, oft werden die Kinder ihren mittellosen Eltern abgekauft und dann als Arbeitssklaven in Plantagen, Bergwerke und Fabriken geschickt. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland