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14.04.2012
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Prozeß gegen Breivik beginnt in Oslo
Oslo. Knapp neun Monate nach den verheerenden Anschlägen von Oslo und Utøya mit 77 Toten beginnt am Montag der Prozeß gegen den geständigen Attentäter Anders Behring Breivik. In dem auf zehn Wochen angesetzten Verfahren in der norwegischen Hauptstadt wird es vor allem darum gehen, ob der 33jährige zum Tatzeitpunkt zurechnungsfähig war und damit wegen »Terrorakten« zu der in Norwegen geltenden Höchststrafe von 21 Jahren verurteilt werden kann.
Kurz vor Prozeßbeginn hatte ein neues psychiatrisches Gutachten den Angeklagten als voll zurechnungsfähig eingestuft und damit einer ersten Einschätzung widersprochen. Im ersten Gutachten war Behring Breivik wegen »paranoider Schizophrenie« für unzurechnungsfähig erklärt worden. Das Gericht will rund 150 Zeugen hören. Als Nebenkläger treten rund 770 Überlebende und Hinterbliebene auf, die durch 162 Anwälte vertreten werden. (AFP/jW)
Kurz vor Prozeßbeginn hatte ein neues psychiatrisches Gutachten den Angeklagten als voll zurechnungsfähig eingestuft und damit einer ersten Einschätzung widersprochen. Im ersten Gutachten war Behring Breivik wegen »paranoider Schizophrenie« für unzurechnungsfähig erklärt worden. Das Gericht will rund 150 Zeugen hören. Als Nebenkläger treten rund 770 Überlebende und Hinterbliebene auf, die durch 162 Anwälte vertreten werden. (AFP/jW)
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