Zum Inhalt der Seite

Mali: Flucht vor Kämpfen

Dakar. Wegen der Kämpfe zwischen Tuareg-Rebellen und der malischen Armee sind nach Angaben der Vereinten Nationen mittlerweile über 126000 Menschen auf der Flucht. Seit Beginn der Auseinandersetzungen Mitte Januar seien 61 400 Menschen innerhalb Malis in andere Regionen geflüchtet, teilte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) am Freitag mit. 65000 weitere hätten sich in den Nachbarländern Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Algerien in Sicherheit gebracht. Unterdessen seien 7563 Menschen aus Niger, die bisher in Mali lebten, in ihre Heimat zurückgekehrt. Viele Flüchtlinge müßten ausgerechnet in solchen Regionen versorgt werden, die ohnehin schon unter der Nahrungsmittelkrise in der Sahelzone litten. Die für ihre Autonomie kämpfenden Tuareg hatten Mitte Januar im Norden Malis ihre größte Offensive seit 2009 gestartet. Verstärkung erhielten sie offenbar von zurückgekehrten Rebellen, die in Libyen für Muammar Al-Ghaddaffi gekämpft hatten. Seither kamen bei Angriffen auf mehrere Städte zahlreiche Menschen ums Leben. (AFP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.02.2012, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!