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Metro-Chef Cordes wirft das Handtuch

Düsseldorf. Der Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Handelskonzerns Metro, Eckhard Cordes (Foto), wird seinen Ende Oktober 2012 auslaufenden Vertrag nun doch nicht verlängern. Er sei »durch die Vorkommnisse der vergangenen Wochen und Monate zu dem Schluß gekommen, daß eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Spitze der Metro AG nicht mehr gegeben ist«, teilte der Manager am Sonntag mit. Der Absage war ein langer Machtkampf vorausgegangen. Cordes hatte erfolglos versucht, die Vetorechte der Miteigentümer der beiden Elektroniktöchter Media-Markt und Saturn bei unternehmerischen Entscheidungen des Konzerns auszuhebeln und scheiterte damit vor Gericht. Anteils­eigner der Metro kritisierten Cordes zudem, weil er den angepeilten Verkauf der Warenhaus- bzw. Lebensmittelketten Kaufhof und Real nicht umgesetzt hatte. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.10.2011, Seite 1, Kapital & Arbeit

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