Zum Inhalt der Seite

Luftangriffe auf kurdische Dörfer

Ankara. Den dritten Tag in Folge bombardierte die türkische Luftwaffe am Freitag mutmaßliche Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans PKK im Nordirak. Während Verluste auf seiten der Guerilla bislang nicht bekannt wurden, trafen die Bomben kurdische Dörfer im Kandilgebiet. Der Nationale Sicherheitsrat (MGK) der Türkei unter Führung von Staatspräsident Abdullah Gül hatte bei seiner Beratung am Donnerstag beschlossen, im Parlament eine Verlängerung des im Oktober auslaufenden Mandats für grenzüberschreitende Militäroperationen in den Nordirak zu beantragen. Der MGK erklärte gegenüber kurdischen Forderungen nach Autonomie und muttersprachlichem Unterricht, niemals eine Abkehr von dem Prinzip »eine Fahne, eine Na­tion, ein Land, ein Staat« zuzulassen.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2011, Seite 7, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!