Zum Inhalt der Seite

DGB: Bund plündert ­Sozialversicherungen

Berlin. Scharfe Kritik am Umgang von Bund und Ländern mit der Sozialversicherung übte Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, am Mittwoch in Berlin. Vor allem der Bund greife den Sozialversicherungen in die Tasche, wo er nur könne. Die Eingriffe in die Sozialversicherung müßten ein Ende haben, Bund und Länder dürften ihre Haushaltslöcher nicht zu Lasten der beitragsfinanzierten Sozialversicherungen stopfen, so Buntenbach. Anläßlich der aktuellen Debatte über die Senkung der Beiträge in der Renten- und Krankenversicherung hat der DGB die »Verschiebebahnhöfe in der Sozialversicherung« untersucht und dabei festgestellt, daß unter anderem für Hartz-IV-Empfänger seit 2005 viel zu geringe Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung gezahlt werden, die bei weitem die Kosten nicht abdecken. Dadurch werden die Beitragszahler in Höhe von 4,8 Milliarden Euro belastet.

(dapd/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 30.06.2011, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!