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Kritik an Plänen für Pflegezeit

Berlin. Die Sozialverbände haben den Verzicht auf einen Rechtsanspruch bei der geplanten Familienpflegezeit kritisiert. Der Paritätische Gesamtverband sprach am Mittwoch von einer »Brüskierung der Pflegenden«. Pflegende Angehörige wären dann weiter auf das Wohlwollen der Arbeitgeber angewiesen, erklärte der Verbandsvorsitzende Eberhard Jüttner. Nötig sei eine finanzielle Absicherung pflegender Angehöriger analog zum Elterngeld. Der Gesetzentwurf von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) sieht vor, daß Beschäftigte ihre Arbeitszeit über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren um bis zu 50 Prozent reduzieren können, wenn sie einen Angehörigen pflegen, in dieser Zeit aber 75 Prozent des letzten Bruttoeinkommens erhalten. Zum Ausgleich müssen sie später wieder voll arbeiten, bekommen dann aber weiterhin nur 75 Prozent des Gehalts, so lange, bis das Zeitkonto wieder ausgeglichen ist. Ein Rechtsanspruch ist nicht vorgesehen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.02.2011, Seite 4, Inland

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