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30.09.2010
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Hintergrund: Geschichte der RAF
April 1968: Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein verüben aus Protest gegen den Vietnamkrieg Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser in Frankfurt/Main.
14. Mai 1970: Die Journalistin Ulrike Meinhof befreit den Kaufhausbrandstifter Andreas Baader aus der Haft. Das Datum gilt als Geburtsstunde der RAF. Die Gruppe verstand sich als Teil des internationalen Antiimperialismus und war der Ansicht, daß der bewaffnete Kampf gegen den US-Imperialismus auch in Westeuropa geführt werden müsse.
1972: Nach Anschlägen und bundesweiten Fahndungen werden Baader, Meinhof, Ensslin, Jan-Carl Raspe und Holger Meins verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt.
April bis Oktober 1977: Die RAF erschießt Generalbundesanwalt Siegfried Buback, den Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto und verschleppt den Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Hanns Martin Schleyer. Ein Palästinenser-Kommando entführt die Lufthansa-Maschine »Landshut« auf dem Weg von Mallorca nach Frankfurt/Main. Nachdem die Boeing von der Sondereinheit GSG 9 in Mogadischu/Somalia befreit wurde, sollen sich die RAF-Häftlinge in Stammheim laut offizieller Version das Leben genommen haben. Schleyer wird getötet.
Juni 1990: In der DDR werden zehn RAF-Aussteiger entarnt.
April 1991: Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder wird ermordet.
April 1992: Die RAF erklärt, bei Anschlägen keine Menschen mehr töten zu wollen.
Juni 1993: Bei einem Polizeieinsatz auf dem Bahnhof von Bad Kleinen (Mecklenburg-Vorpommern) sterben der GSG-9-Beamte Michael Newrzella und das RAF-Mitglied Wolfgang Grams. Birgit Hogefeld wird verhaftet. Infolge des Einsatzes tritt Bundesinnenminister Rudolf Seiters zurück, Generalbundesanwalt Alexander von Stahl wird entlassen.
April 1998: Die RAF erklärt ihre Selbstauflösung.
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