-
04.09.2010
- → Inland
Ex-Telekom-Mann gesteht Bespitzelung
Bonn. Der frühere Sicherheitschef der Telekom hat vor Gericht
die Bespitzelung Dutzender Aufsichtsräte, Gewerkschafter und
Journalisten eingeräumt. Zum Auftakt des Prozesses um die
Spitzelaffäre bei der Telekom vor dem Bonner Landgericht am
Freitag gab Klaus-Dieter T. zu, die Ausspähung der
Telefonverbindungsdaten in den Jahren 2005 und 2006 veranlaßt
zu haben. Mit T. sitzen zwei weitere ehemalige
Telekom-Beschäftigte auf der Anklagebank.
Nach Darstellung von T. waren die Umstände der Datenerhebung spätestens ab September 2005 auch der Konzernspitze bekannt und wurden nicht beanstandet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz und Verletzung des Fernmeldegeheimnisses vor.
(apn/jW)
Nach Darstellung von T. waren die Umstände der Datenerhebung spätestens ab September 2005 auch der Konzernspitze bekannt und wurden nicht beanstandet. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten Verstöße gegen das Bundesdatenschutzgesetz und Verletzung des Fernmeldegeheimnisses vor.
(apn/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
