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Neue Datensätze von Steuersündern

Berlin. Dem Finanzministerium in Baden-Württemberg sind einem Bericht der Bild am Sonntag zufolge erneut Daten über deutsche Steuersünder angeboten worden. Landesfinanzminister Willi Stächele (CDU) bestätigte dem Blatt den Eingang einer entsprechenden E-Mail vor wenigen Tagen: »Wir nehmen das Schreiben ernst und prüfen, ob es legal verfügbare Daten sind und für Steuerermittlungen verwendet werden können«, wird er zitiert. Der Informant, der vorerst anonym bleiben wolle, gebe an, daß er über Material von 250 Firmen verfüge, die bis zu 800 Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust haben sollen. Die Datensätze würden die Namen der Firmen samt Inhaber, Anschriften, den Nummern der Schweizer Bankkonten und Belegen über Geldflüsse liefern. Die Unternehmen seien zum großen Teil in der Telekommunikations- und Immobilienbranche in Deutschland tätig.

(apn/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.08.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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