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Immer mehr Hartz-IV-Aufstocker

Berlin. Immer mehr sozialversichert Beschäftigte sind zusätzlich auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Nach Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist die Zahl der sogenannten Aufstocker in den neuen Bundesländern von 3,3 Prozent im Juni 2005 auf 5,1 Prozent im September 2009 gestiegen. Im Westen hat sich deren Anzahl im gleichen Zeitraum von 1,1 Prozent auf zwei Prozent fast verdoppelt. Damit bestätigte der DGB einen Bericht der Leipziger Volkszeitung (Donnerstagausgabe). Fast 40 Prozent aller Aufstocker im Osten arbeiteten demnach für weniger als fünf Euro pro Stunde, im Westen waren es fast 30 Prozent. Der DGB erneuerte daher seine Forderung nach einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Nur unter dieser Voraussetzung könnten die Freibeträge für Hartz-IV-Empfänger angehoben werden, sagte der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy. Ansonsten bestünde die Gefahr, daß Unternehmen »über Hartz IV ihre Arbeitskosten zu drücken versuchen«, warnte Adamy.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2010, Seite 4, Inland

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