-
09.07.2010
- → Inland
Immer mehr Hartz-IV-Aufstocker
Berlin. Immer mehr sozialversichert Beschäftigte sind
zusätzlich auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Nach Angaben
des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) ist die Zahl der
sogenannten Aufstocker in den neuen Bundesländern von 3,3
Prozent im Juni 2005 auf 5,1 Prozent im September 2009 gestiegen.
Im Westen hat sich deren Anzahl im gleichen Zeitraum von 1,1
Prozent auf zwei Prozent fast verdoppelt. Damit bestätigte der
DGB einen Bericht der Leipziger Volkszeitung (Donnerstagausgabe).
Fast 40 Prozent aller Aufstocker im Osten arbeiteten demnach
für weniger als fünf Euro pro Stunde, im Westen waren es
fast 30 Prozent. Der DGB erneuerte daher seine Forderung nach einem
flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn. Nur unter dieser
Voraussetzung könnten die Freibeträge für
Hartz-IV-Empfänger angehoben werden, sagte der
DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy. Ansonsten bestünde die
Gefahr, daß Unternehmen »über Hartz IV ihre
Arbeitskosten zu drücken versuchen«, warnte Adamy.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland
