Zum Inhalt der Seite

Bundestag billigt Staatsbürgschaft

Berlin. Im Bundestag wurde am Freitag das Blitzgesetz zur Finanzierung griechischer Schulden bei den internationalen Banken beschlossen. Für die Übernahme der Risiken eines 22,4 Milliarden-Euro-Kredits durch die deutschen Steuerzahler stimmten 390 Abgeordnete. 72 votierten dagegen, 139 enthielten sich. Danach nickte auch der Bundesrat das Vorhaben ab. Am Abend wollte die Euro-Gruppe in Brüssel die Darlehen von insgesamt 110 Milliarden Euro an Griechenland freigeben.

Das Ergebnis der Abstimmung im Bundestag entsprach in etwa den Ankündigungen: Die SPD wollte sich enthalten, die Linke dagegen stimmen, Grüne, Union und FDP ja sagen. Für Aufregung sorgte Linke-Vizefraktionschefin Gesine Lötzsch, als sie sagte: »Die Spekulanten sind Taliban in Nadelstreifen«, vor denen müsse die Bevölkerung geschützt werden. (apn/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 08.05.2010, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!