Zum Inhalt der Seite

Korruption: Daimler will sich freikaufen

Washington/Stuttgart. Daimler will sich in einem Bestechungsverfahren in den USA mit 185 Millionen Dollar (138 Millionen Euro) freikaufen. Der Konzern habe einem entsprechenden Abkommen mit der Justiz zugestimmt, verlautete aus unterrichteten Kreisen in Washington. Eine Konzernsprecherin in Stuttgart erklärte, vor dem 1. April werde der Fall nicht kommentiert. Daimler hat laut Geschäftsbericht bereits Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Verfahren gebildet.

Daimler soll nach Angaben des US-Justizministeriums über ein Jahrzehnt Regierungsvertreter in China, Rußland, Ägypten, Griechenland und mindestens 18 weiteren Staaten bestochen haben. Dabei ging es um Dollar-Beträge in zweistelliger Millionenhöhe. Das Einigung mit der US-Justiz müsse noch von einem Bundesrichter gebilligt werden, hieß es. (apn/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.03.2010, Seite 1, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!