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Egal ist 88

Monatelang schürte Apple die Erwartungen. Am Mittwoch stellte Steve Jobs dann mit großem Brimborium das iPad vor, einen Streichelcomputer, der das junge Jahrzehnt technologisch revolutionieren soll. Einen besonders innovativen Eindruck machte das Gerät auf die wenigsten. Nun wurde auch noch bekannt, daß ein zum Verwechseln ähnlicher Computer in China schon seit knapp sechs Monaten verkauft wird. »Wir verstehen das nicht«, sagte am Freitag Huang Xiaofang von der Herstellerfirma Great Loong Brother. »Warum hat Apple das gleiche gemacht wie wir?« Im September wurde das Gerät mit dem Namen P88 auf der Funkausstellung in Berlin präsentiert. Da war es in China bereits auf dem Markt. Es ist etwas schwerer und dicker als das iPad, hat aber einen größeren Bildschirm, einen schnelleren Prozessor, mehr Speicherplatz und im Gegensatz zum iPad auch USB-Anschlüsse. P88 scheint außerdem der bessere Name zu sein. Zum einen ist Apples Streichelcomputer sehr gut für Senioren geeignet, vielleicht nur für diese, P88 könnte als Altersfreigabe verstanden werden. Zum anderen wies am Freitag in Tokio der japanische Elektronikkonzern Fujitsu darauf hin, daß er seit 2002 in den USA ein Multimediagerät mit dem Namen iPad verkauft. Es kommt im Einzelhandel bei der Erstellung von Inventarlisten zum Einsatz. Im März 2003 hat Fujitsu beim US-Patentamt ein Antrag auf den Schutz der Namensrechte gestellt; über den allerdings noch nicht entschieden worden sei. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.01.2010, Seite 12, Feuilleton

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