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Günter Wirth tot

Zwei Tage vor seinem 80.Geburtstag ist am Samstag der Kirchenhistoriker, Publizist und Funktionär der CDU der DDR, Günter Wirth, gestorben. Der Sohn eines sächsischen Sparkassenbeamten trat 1947 der CDU und der FDJ bei, studierte von 1951 mit Unterbrechungen bis 1961 an der Humboldt-Uni Berlin, 1977 wurde er hier zum Doktor der Philosophie promoviert und 1985 zum Honorarprofessor für Neueste Kirchengeschichte berufen. Von 1954 bis zum Ende der DDR gehörte er dem CDU-Hauptvorstand an. Seine publizistische Karriere führte ihn vom CDU-Zentralorgan Neue Zeit (stellv. Chefredakteur, 1961–63) über den CDU-geführten Union-Verlag (Cheflektor, 1964–70) und das Evangelische Pfarrerblatt (Chefredakteur, 1970–72) zur evangelischen Monatszeitschrift Standpunkt (Chefredakteur, 1973–90). Wirth hat eine ganze Reihe von Büchern geschrieben; u.a. über Martin Luther King (1964), Heinrich Böll (1965), Karl Liebknecht (1971) und »Joseph Wirth – Der Feind steht rechts« (Reihe Christ in der Welt, Heft 48, Union Verlag 1980). (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.12.2009, Seite 12, Feuilleton

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