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16.10.2009
- → Schwerpunkt
Chronologie: 111 Tage
28. Juni: Ein Kommando stürmt die Residenz des
Präsidenten von Honduras, Manuel Zelaya, und verschleppt
diesen nach Costa Rica. Durch den Putsch wird die Durchführung
einer Volksbefragung über die Einberufung einer
verfassunggebenden Versammlung verhindert. Das Parlament ernennt
Roberto Micheletti zum
»Übergangspräsidenten«. Gegner des Putsches
wurden an der Teilnahme an der Sitzung gehindert. Trotz
Ausgangssperre gehen Zehntausende gegen die neuen Machthaber auf
die Straße.
29. Juni: Die Bolivarische Allianz ALBA, die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die UNO verurteilen den Putsch und fordern die sofortige Wiedereinsetzung Zelayas in sein Amt.
5. Juli: Zelaya versucht, mit dem Flugzeug nach Honduras zurückzukehren. Militär und Polizei blockieren jedoch die Landebahnen des Flughafens Toncontín und gehen gewaltsam gegen eine halbe Million Menschen vor, die den Präsidenten begrüßen wollen. Dabei wird mindestens ein Mensch getötet.
9.–19. Juli: Unter Vermittlung des costaricanischen Präsidenten Óscar Arias verhandeln Vertreter Zelayas und der Putschisten in San José. Die Gespräche scheitern an der Haltung des Regimes.
24. Juli: An der Grenze zwischen Nicaragua und Honduras versucht Zelaya erneut, in sein Land einzureisen. Nach wenigen Schritten muß er sich jedoch in das Nachbarland zurückziehen. Dort errichten seine Anhänger mehrere Wochen lang ein Lager, um ihren Präsidenten nach Honduras zu begleiten. Auf honduranischer Seite verhindern Tausende Soldaten, daß sich Demonstranten der Grenze nähern können.
21. September: Überraschend kehrt Zelaya nach Honduras zurück und findet Zuflucht in der Botschaft Brasiliens in Tegucigalpa. Die geschockten Putschisten reagieren mit der Verhängung des Ausnahmezustandes und riegeln das Botschaftsgebäude ab.
27. September: Soldaten stürmen die Anlagen von Radio Globo und dem Fernsehsenders Canal 36, die sich beide gegen die Putschisten gestellt hatten.
7. Oktober: In Anwesenheit einer internationalen Ministerdelegation beginnen Verhandlungen zwischen Vertretern Zelayas und der Putschisten. (scha)
29. Juni: Die Bolivarische Allianz ALBA, die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) und die UNO verurteilen den Putsch und fordern die sofortige Wiedereinsetzung Zelayas in sein Amt.
5. Juli: Zelaya versucht, mit dem Flugzeug nach Honduras zurückzukehren. Militär und Polizei blockieren jedoch die Landebahnen des Flughafens Toncontín und gehen gewaltsam gegen eine halbe Million Menschen vor, die den Präsidenten begrüßen wollen. Dabei wird mindestens ein Mensch getötet.
9.–19. Juli: Unter Vermittlung des costaricanischen Präsidenten Óscar Arias verhandeln Vertreter Zelayas und der Putschisten in San José. Die Gespräche scheitern an der Haltung des Regimes.
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24. Juli: An der Grenze zwischen Nicaragua und Honduras versucht Zelaya erneut, in sein Land einzureisen. Nach wenigen Schritten muß er sich jedoch in das Nachbarland zurückziehen. Dort errichten seine Anhänger mehrere Wochen lang ein Lager, um ihren Präsidenten nach Honduras zu begleiten. Auf honduranischer Seite verhindern Tausende Soldaten, daß sich Demonstranten der Grenze nähern können.
21. September: Überraschend kehrt Zelaya nach Honduras zurück und findet Zuflucht in der Botschaft Brasiliens in Tegucigalpa. Die geschockten Putschisten reagieren mit der Verhängung des Ausnahmezustandes und riegeln das Botschaftsgebäude ab.
27. September: Soldaten stürmen die Anlagen von Radio Globo und dem Fernsehsenders Canal 36, die sich beide gegen die Putschisten gestellt hatten.
7. Oktober: In Anwesenheit einer internationalen Ministerdelegation beginnen Verhandlungen zwischen Vertretern Zelayas und der Putschisten. (scha)
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