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Waffenlobbyist aus dem Schneider?

Augsburg. Die Anklage gegen den früheren Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber bricht zum Teil zusammen. Der 75jährige stehe nicht mehr unter dringendem Tatverdacht der Bestechung, teilte das Landgericht Augsburg am Dienstag mit. »Wir gehen davon aus, daß die Bestechungsvorwürfe verjährt sein könnten«, sagte Gerichtssprecher Karl-Heinz Haeusler. Auch der Tatbestand der Beihilfe zur Untreue darf in Deutschland nicht gerichtlich verfolgt werden, da er im kanadischen Auslieferungsbescheid nicht enthalten war.

Übrigbleiben die Vorwürfe der Steuerhinterziehung und der Beihilfe zum Betrug. Über sie soll ab 18. Januar 2010 vor Gericht verhandelt werden. Das Landgericht erließ einen neuen Haftbefehl gegen Schreiber, in dem nur noch diese zwei Vorwürfe enthalten sind. Schreiber müsse wegen Fluchtgefahr weiter in Haft bleiben, sagte ­Haeusler. Die Vorwürfe der Steuerhinterziehung in Millionenhöhe stehen im Zusammenhang mit Fuchs-Spürpanzer- und Airbus-Geschäften.
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Seit Anfang August sitzt Schreiber in Augsburg im Gefängnis. Zuvor war er nach zehn Jahre währenden juristischen Auseinandersetzungen von Kanada, dessen Staatsbürgerschaft er besitzt, nach Deutschland ausgeliefert worden.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.10.2009, Seite 5, Inland

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