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Krieg und Frieden

Berlin und Paris wollen bei Atomwaffen kooperieren

Foto: Oliver Berg/dpa
Frankreichs Präsident steht unter Druck. Die nukleare Kooperation ist der Strohhalm, um wenigstens gegenüber Deutschland zu bestehen (Brühl, 17.7.2026)

Brühl. Deutschland und Frankreich forcieren Pläne für eine ⁠engere Zusammenarbeit bei der nuklearen Abschreckung. ⁠Auf dem deutsch-französischen Ministerrat wurde in einer Erklärung am Freitag beschlossen, dass deutsche konventionelle Streitkräfte in ‌der zweiten Jahreshälfte erstmals an einer Übung der französischen Nuklearstreitkräfte ‌teilnehmen. Kanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betonten in einer gemeinsamen Pressekonferenz ⁠in Brühl, dass dies die ‌bisherige Zusammenarbeit weiter vertiefen werde. Macron wies die Vermutung zurück, dass ​Frankreich nach Mitfinanziers für seine Atomstreitmacht suche. Die werde Frankreich alleine finanzieren.

Macron lobte, dass die Merz-Regierung erstmals auf das französische Angebot ‌einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet eingehe. Merz erinnerte daran, dass ‌schon Charles de ‌Gaulle angeboten habe, ⁠Deutschland ⁠unter den französischen nuklearen Schutzschirm zu nehmen, wechselnde Regierungen in Bonn ⁠und Berlin dies aber immer abgelehnt ‌hätten. Die Zusammenarbeit ergänze den auf US-Waffen basierten ⁠NATO-Schutzschirm aber nur und ersetze ihn nicht. »Wir gehen hier Schritt für Schritt vor, und es kann sein, dass das in einer neuen Doktrin endet, aber das ist ‌viel zu früh, das heute zu sagen«, sagte der Kanzler.

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Beide hatten am Vormittag auf dem Fliegerhorst ​im nordrhein-westfälischen Nörvenich aufgetankte nuklearfähige französische »Rafale«-Jets und ⁠deutsche »Eurofighter« besichtigt. (Reuters/jW)

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Erschienen am 18.07.2026, Inland

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