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Bundesamt stellt Gorleben in Frage

München. Das Strahlenschutzbundesamt hat vor einer Festlegung auf Gorleben als Standort für ein Atommüll-Endlager gewarnt. »Gorleben hatte immer einen Geburtsfehler«, sagte Amtschef Wolfram König der Süddeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). Bis heute sei nicht geklärt, wie die Entscheidung für diesen Standort letztlich getroffen worden sei; dadurch sei sie juristisch angreifbar. Die Frage sei, ob ein Standort mit dieser Auswahlgeschichte überhaupt durchsetzbar sei. Als zentral bezeichnete König die Frage der Salzrechte.

Am Wochenende war bekanntgeworden, daß Ende 2015 zahlreiche Verträge auslaufen, mit denen Grundbesitzer dem Bundesamt für Strahlenschutz das Recht eingeräumt hatten, im Salz unter ihrem Grundstück Erkundungsarbeiten durchzuführen. Eine abschließende Bewertung Gorlebens werde aber nicht möglich sein, »ohne daß wir die Salzrechte haben«.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.08.2009, Seite 4, Inland

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