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Kampf gegen Apartheid und Atomgeschäft

Am 22.8.1977 explodierte bei der Firma MAN in Nürnberg ein Sprengsatz. In einer Erklärung der »Revolutionären Zellen« heißt es dazu: »Der Anschlag auf MAN richtet sich gegen die Beihilfe zur Herstellung südafrikanischer Atombomben. Während die westdeutschen Imperialisten über den Verlust ihrer Profite am Atomkraftwerksbau lamentieren, weil sich inzwischen Tausende gegen die drohende Vernichtung des Lebens durch Atomenergie wehren, exportieren sie ihre Atomtechnologie. (…) MAN exportiert Verdichter für eine Urananreicherungsanlage in Pelindabe in Südafrika. Das Materialamt der Bundeswehr versieht die Lieferungen mit NATO-Codifizierungsnummern, was für militärische Güter vorgesehen ist. (…) Südafrika als Atomstaat – damit wird ein rassistisches Unterdrückungssystem weiter abgesichert. (…)«

Sonja S. und Christian G. sollen an der Vorbereitung und Planung des Sprengstoffanschlages auf die Firma »Klein, Schanzlin und Becker« (KSB) in Frankenthal beteiligt gewesen sein. In einer Erklärung der »Revolutionären Zellen« heißt es zu dem Anschlag am 30.8.1977: »…als der Welt größter Pumpenhersteller spielen diese Leute eine wesentliche Rolle des Zulieferns für Kernkraftwerke in aller Welt. 30 Prozent der Umsatzsteigerung im Jahr 1976 hat sich KSB durch das Atomgeschäft ergaunert. Insofern ist KSB nur ein exemplarischer Fall. (…)«
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Am 18.5.1978 wurde auf das Heidelberger Schloß ein Brandanschlag verübt. In einer mit dem Briefkopf der Stadt Heidelberg versehenen Erklärung heißt es: »Als Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg erkläre ich, daß irgendwelche Behauptungen, ich hätte gestern Nacht im Königssaal des Heidelberger Schlosses Feuer gelegt, jeglicher Grundlage entbehren. Richtig ist vielmehr: Ich zerstörte und zerstöre Gebäude, die mir bei der Sanierung Heidelbergs im Wege stehen. – Wo gehobelt wird, fallen Späne (…)« Die Tat wird den »Revolutionären Zellen« zugeordnet, obwohl sich diese nie dazu bekannt haben.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.04.2009, Seite 3, Schwerpunkt

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